Im Herzen des Lernens

Sotungin lukio
Sotungintie 19
01200
Vantaa
Finnland
Tel. +358 9 839 30075
Fax. +358 9 839 30073
Homepage: www.sotunki.fi
Frau Päivi Sillanpää, Schulleiterin
E-Mail:
paivi.sillanpaa@vantaa.fi
Tel. +358 40 510 2448
Frau Tuija Kae, stellvertretende Schulleiterin
E-Mail: tuija.kae@edu.vantaa.fi
Frau Heli Hyttinen, Sekretärin
E-Mail:
heli.hyttinen@vantaa.fi
Herr Juha Hirvonen
E-Mail: juha.hirvonen@edu.vantaa.fi
Herr Petteri Lautamäki
E-Mail:
petteri.lautamaki@edu.vantaa.fi
Die gymnasiale Oberstufe Sotungin lukio liegt im Osten der Stadt Vantaa zirka 20 km von der Hauptstadt Helsinki entfernt. Die Schule ist von schönster Natur umgeben und liegt inmitten von ausgezeichneten Sportanlagen.
In unserer Schule lernen etwa 430 Schülerinnen und Schüler, die von etwa 25 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Neben der traditionellen Schularbeit erteilen die LehrerInnen auch virtuellen Fernunterricht. In der virtuellen Oberstufe haben wir fast 200 SchülerInnen im Alter von 17 - 55 Jahren.
Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass unsere SchülerInnen beim Abitur sowie später im Arbeitleben gut abschneiden können. Wir wollen den SchülerInnen eine möglichst umfassende allgemeine Bildung vermitteln und sie so erziehen, dass sie sich außer gediegenen Kenntnissen und Fähigkeiten auch edle Wertvorstellungen und einen Willen zum lebenslagen Lernen zu eigen machen würden.
Die Ausstattung der Sotungin lukio ist sehr modern. Jedes Klassenzimmer verfügt über einen oder mehrere Computer mit Internetanschluss, einen Beamer, eine Dokumetkamera, einen CD- und DVD-Spieler sowie Fernsehen und Radio. In der Schule gibt es auch ein lokales Netz, das den vom Platz unabhängigen Gebrauch des Internets mit Laptops ermöglicht. Überdies können die SchülerInnen die vielen digitalen Kameras und Videokameras der Schule frei benutzen. Ihnen steht auch eine komplette Gerätschaft zum Editieren der Aufnahmen zur Verfügung. Insgesamt gibt es in der Schule etwa 100 Computer, die die SchülerInnen frei benutzen können. Jeder hat einen eigenen Benutzernamen, was die Überwachung des Computergebrauchs erleichtert.
Unsere Vision - ein offenes Lernumfeld
Wir streben danach, dass die Sotungin lukio mit der Zeit immer mehr als ein für möglichst viele offenes Lernumfeld bezeichnet werden könnte. Auf diesem Wege sind wir schon ziemlich weit gekommen: der virtuelle Unterricht hat es auch denjenigen, die sich schon im Arbeitleben befinden, ermöglicht, das Abitur zu machen. Die Räumlichkeiten der Schule können auch andere Menschen, z.B. Mitglieder verschiedener Vereine, außerhalb der Schultage benutzen. An der Schule verantstaltet man nicht so selten Konferenzen, Kinderlager, Wettbewerbe (u.a. Schach, Skilanglauf) usw. Unsere moderene Bibliothek wird sowohl von den SchülerInnen als auch von den LehrerInnen gut besucht, aber auch Menschen, die in der Umgebung der Schule wohnen, kommen ab und zu in die Bibilothek, um Bücher und Zeitschriften zu lesen oder Informationen zu suchen.
Wir Lehrkräfte sehen es als Ehrensache an, jedem einzelnen gleiche Möglichkeiten zum erfolgreichen Schulbesuch anzubieten. Daher werden die schwächeren SchülerInnen besonders unterstüzt. Das Angebot am Förderunterricht ist reichhaltig, und unsere Studienberater stehen den SchülerInnen im Schulalltag mit Tat und Rat bei. Bei uns haben auch Sehbehinderte die Möglichkeit, die gymnasiale Oberstufe zu besuchen und sie mit dem Abitur abzuschließen. Bei eventuellen gesundheitlichen Problemen können sich die SchülerInnen an unsere Krankenschwester oder Zahnärztin wenden, die ihre Praxen im Schulgebäude haben. Eine spezielle Gruppe von Fachleuten hilft den SchülerInnen, die schwierige Lebenslagen durchzumachen haben.
Unsere Partnerschule in Deutschland ist die IGS Wedel in der Nähe von Hamburg. Mit ihnen haben wir schon zwei große Comenius-Projekte mit Erfolg verwirklicht. Im Jahr 2001 hieß das Projekt Natur und Gesundheit. Das neueste Projekt Zur Freiheit verdammt! haben wir im Schuljahr 2004 - 2005 über die Bühne gebracht.


Wie alles anfing:
Nach einigen, fehlgeschlagenen Versuchen, einen Praktikumsplatz für das Fach Deutsch an einer finnischen Schule zu bekommen, wollte ich es eigentlich schon aufgeben, als ich eines Tages die Seite der Sotungin lukio im Internet entdeckte. Sofort schrieb ich den dort aufgeführten Deutschlehrern, denn ihr Motto „Deutsch ist toll!“ sprach mich durchaus an. Innerlich stellte ich mich aber darauf ein, dass wohl wie einige Male zuvor niemand antworten würde. Doch ganz im Gegenteil: Bereits nach wenigen Tagen erhielt ich eine euphorische Mail, in der mich der Deutschlehrer, Juha Hirvonen, ganz herzlich nach Helsinki und in die Sotungin lukio einlud.
Gesagt, getan. Und so stand ich mit Koffer und Rucksack bepackt im August in Helsinki.
Wie alles verlief:
Am Montag, den 27.08., wurde ich herzlich im opettajienhuone von Juha begrüßt und unzähligen Kollegen vorgestellt. Überrascht, erfreut, aber auch peinlich berührt war ich, dass viele mich im nahezu perfekten Deutsch ansprachen, während ich meine wenigen, auswendig gelernten Finnischsätze stockend und nicht ganz fehlerfrei über die Lippen brachte.
Nach einem kurzen Kennenlernen im Direktorenzimmer sollte es für mich gleich losgehen. Der Stundenplan für die Woche wurde gemacht, und der erste Deutschkurs wartete bereits: die Abis. Bis zum Schluss arbeiteten wir uns gemeinsam, an schwierigen Texten, noch schwierigeren Hörverständnisübungen und der ohnehin nicht ganz einfachen und verwirrenden deutschen Grammatik ab.
Von der ersten Minute an war ich beeindruckt von der guten Ausstattung der Schule, der Klassenräume und dem entspannten Umgang unter den Lehrern sowie zwischen Lehrern und Schülern. Obwohl Schüler und Lehrer viel in der Schule leisten müssen, hört man nur selten ein Wort wirklichen Bedauerns oder Klagens.
Trotz all des alltäglichen Schulstresses hatten die Lehrer stets ein offenes Ohr, wenn es um meine Fragen zum Unterricht, zum Finnischen oder allgemein zu Organisatorischem.
Mir wurden von Anfang an alle (technischen) Geräte zugänglich gemacht, was die Unterrichtsvorbereitung für mich extrem erleichterte, ja überhaupt erst möglich machte. So konnte ich problemlos im Internet recherchieren, Arbeitsblätter erstellen und kopieren.
Bei der Unterrichtsvorbereitung war Juha mir stets ein guter Berater. Er griff meine Ideen auf, und entwickelte sie dank seiner Erfahrungen als Lehrer und seiner atemberaubend guten Deutschkenntnisse so kompetent weiter, dass ich keine wirklichen fachlichen, didaktischen oder pädagogischen Tiefschläge erlebte. Ferner motivierte er mich unaufhörlich, so dass ich alle Bereiche des Lehrerdaseins angefangen von der Stundenvorbereitung, über das Unterrichten, bis hin zum Korrigieren kennenlernen konnte, ohne zusätzliche Falten zu kriegen.
Ferner durfte ich selbst einmal wieder Schüler sein und an einem Kurs für Finnisch als Fremdsprache teilnehmen. Wie kann man besser erfahren, was es heißt, beim PISA-Sieger zu lernen? Natürlich gehört zu einem Kurs auch ein abschließender Test in der Prüfungswoche, den ich wie jeder andere Schüler schreiben musste und den ich durch den guten Willen Heidis auch erfolgreich bestand. Danke!
Selbst wenn es darum ging, bei anderen, fachfremden Lehrern zu hospitieren, begegnete man mir sehr aufgeschlossen. Oftmals sprach ich die Lehrer sehr kurzfristig an, ob es möglich wäre zu hospitieren, nie lehnten sie ab. Manchmal passierte es mir sogar, dass ich ausdrücklich eingeladen wurde, eine Stunde zu besuchen. Darüber hinaus setzten sich Päivi und Juha dafür ein, dass ich eine andere Lukio und die Peruskoulu besichtigen durfte, damit ich ein vielseitiges Bild finnischer Schulen erhalten würde. So war es mir ebenfalls möglich, einen Tag lang eine kleine deutsche Insel in der Hauptstadt zu besuchen die Deutsche Schule Helsinki.
Stets hatte ich das Gefühl in der Schule willkommen zu sein. Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit brachte man mir trotz des stressigen Alltags entgegen. Nie war es ein Problem, wenn ich irgendeine Frage hatte. Immer nahm man sich Zeit, mir diese geduldig zu beantworten. (Geduld ist überhaupt eine der größten finnischen Tugenden im Vergleich zu Deutschland!)
Über den Unterricht hinaus interessierte man sich auch für mich als „Privatperson“ und war bemüht, mir den Aufenthalt hier im Norden zu versüßen. Finnische Lebensart, das kulinarische Finnland sowie die schöne Natur rund um Helsinki, Vantaa und Espoo wurden mir durch Päivi, Tuja und Heidi vermittelt.
Ich möchte mich bei allen Lehrern und Schülern der Sotungin lukio bedanken. Mein besonderer Dank gilt Päivi, Tuja, Heidi, den Abis des Deutschkurses und natürlich Juha.
Sie alle haben mir mit ihrer interessierten, hilfsbereiten und aufgeschlossenen Art gezeigt, warum Lernen in Finnland so erfolgreich ist und mir einen lehrreichen und schönen Aufenthalt hier beschert.
Kiitos kahdesta kaudesta ja tavataan pian ehkä Saksassa tai Suomessa!
Viola
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Mein Name ist Jessica Spalckhaver und ich studiere Französisch, Kunst und Erziehungswissenschaft an der Universität Leipzig. Sowohl während meiner eigenen Schulzeit als auch im Rahmen meiner Lehramtstätigkeit habe ich bereits sehr unterschiedliche Schulen im In- und Ausland kennen gelernt, aber die Erfahrungen, die ich an der Oberstufe Sotungin Lukio in Vantaa gemacht habe, sind wirklich einzigartig. Ich habe hier ein Unterrichtspraktikum in den Fächern Kunst und Französisch vom 29.08. bis zum 28.09.05 absolviert. |
Meine ersten Eindrücke waren natürlich überwiegend von Äußerlichkeiten geprägt: Ein helles, freundliches, ordentliches und sauberes Gebäude mit Balkon und bequemen Sitzmöglichkeiten, gelegen in einem grünen Tal mit großzügigen Sportanlagen. Die umfangreiche Computerausstattung wird nicht weggesperrt, sondern steht den Schülern – wie beispielsweise auch Schachspiele oder die Bibliothek – jederzeit zur Verfügung.
Aber viel ausschlaggebender als solche äußeren Faktoren sind meiner Meinung nach die Haltungen und Beziehungen der Schüler, Lehrer und anderer Mitarbeiter zueinander. Ein freundlicher und höflicher Umgang sowie Respekt – nicht nur vor den Menschen, sondern auch vor schulischen Regeln und Material – wird den Schülern nicht einfach vorgeschrieben, sondern tatsächlich vorgelebt. Ein sehr gutes Vertrauensverhältnis scheint die Basis zu sein für eine umfangreiche Betreuung individueller Schülerprobleme, die sich nicht immer nur auf die Erstellung eines optimalen Stundenplans beschränkt.
Die Erfolge zeigen sich meiner Ansicht nach nicht nur in der konzentrierten Unterrichtsatmosphäre und den außerordentlich guten schulischen Leistungen, sondern vor allem darin, dass selbst die leistungsschwächsten Schüler gern zu Schule gehen. In Deutschland käme all das beinahe einem Traum gleich, oder?
Austauschlehrerin in Sotunki
Als ich Anfang Februar gefragt wurde, ob ich Lust hätte als Gastlehrerin
am Lukio in Sotunki Deutsch zu unterrichten, sagte ich begeistert zu. Im Rahmen
des PISA-Netzwerkes hatte ich schon mit Juha Hirvonen und Kolleginnen aus
Martinlaakso an einem Theater-Pojekt teilgenommen und empfand die
Zusammenarbeit von Lehrern und Schülern finnischer Lukios und der Deutschen
Schule als große Bereicherung.
Am 02.03.2007 war es dann soweit. Mit meinem Unterrichtsmaterial, bestehend aus
diversen Cds deutscher Popmusik sowie Filmmaterial und Arbeitsblättern, machte
ich mich auf den Weg nach Sotunki, wo ich sehr freundlich aufgenommen wurde. Neu
war für mich, dass die Lehrer ein eigenes Klassenzimmer haben, in das die
Schüler kommen, und nicht umgekehrt, wie ich das von deutschen Schulen kenne.
Die technische Ausstattung war perfekt und es konnte gleich losgehen. Die erste
Gruppe bestand aus Elftklässlern und ich war schwer beeindruckt von ihren
Deutschkenntnissen. Zwischendurch ertappte ich mich sogar dabei, dass ich sehr
schnell sprach, was den Schülern aber keinerlei Probleme bereitete. Sie
arbeiteten prima mit und fanden sogar die Musik ok, die ich mitgebracht hatte,
womit man nicht immer rechnen kann.
Die zweite Gruppe aus Zehnt- und Elftklässlern war größer und ruhiger als die
erste. Hier fiel die Konversation zunächst etwas schwerer, aber im Lauf der
Stunde wurde sie immer besser.
Zwischen den Stunden gab es Essen und ich hatte genügend Zeit, mich
ausführlich mit den Kolleginnen und Kollegen zu unterhalten, von denen so
viele so gut Deutsch sprechen, dass ich es gar nicht glauben konnte. Dass die
Stunden 75 Minuten dauern und somit auch die Freistunden, empfand ich als
angenehm und effektiv. Wir arbeiten an der Deutschen Schule im 45-Minuten-Takt
und da geht es oft recht hektisch zu. Toll fand ich außerdem das
Schulradio, also Musik und Ansagen in der Mittagspause, das ursprünglich
wohl eine Art Morgenandacht war, ganz genau weiß ich es nicht mehr, jedenfalls
hätte ich so etwas auch gerne an unserer Schule.
Ich möchte mich ganz herzlich bei den netten Kolleginnen und Kollegen in
Sotunki bedanken, die sich viel Zeit für meine Fragen zu ihrer Schule genommen
und mich so herzlich aufgenommen haben. Mein Schultag in Sotunki hat meinen
Horizont ein Stück erweitert und mir viele Anregungen für meinen Schulalltag
gegeben. Gerne komme ich wieder!
Sabine Häußinger
(Deutsch- und Englischlehrerin an der Deutschen Schule Helsinki)
Erziehung zur Internationalität. Wegen der Sportorientierung der Schule können unsere SchülerInnen außer dem normalen Sportunterricht am Training in verschiedenen Disziplinen unter Leitung von profezionellen Trainern teilnehmen. Zur Zeit sind diese Disziplinen Eishockey, Unihockey, Fußball, Judo, Skilanglauf und Orientierung. Aus unserer Schule stammen manche auf nationaler Ebene bekannte SpitzensportlerInnen. Die in der unmittelbaren Nähe der Schule liegenden Sportanlagen schaffen natürliche Voraussetzungen für unseren erfolgreichen Sportunterricht. Ein Schwimmbad liegt buchstäblich um die Ecke, ein Sportplatz ebenso. Unsere Fußballplätze werden im Winter vom Schnee bedeckt und dienen dann als Skistadion, wo die kilometerlangen Loipen ihren Anfang nehmen. Im Schulgebäude gibt es ein Fitnessstudio und eine Sporthalle. Ein unterirdisches Skistadion mit Loipen und Pisten wird geplant. Da könnte man auch im Sommer Ski fahren.
Die Erziehung zur Internationalität hat in unserer Schule vielerlei Formen. Im Laufe der Jahre haben wir manche Comenius-Projekte mit unseren europäischen Partnerschulen durchgeführt. Kulturreisen in europäische sowie amerikanische Metropolen sind ein etablierter Teil der schulischen Aktivität bei uns. In regelmäßigen Abständen haben wir Austauschschüler, und auch viele von unseren SchülerInnen verbringen ein Austauschjahr weit weg von zu Hause. Ausländische Lehrerpraktikanten bereichern den Schulalltag bei uns fast jedes Jahr. Multikulturelles Lernen ist in die Lerhpläne eingebettet, und das Angebot an Fremdsprachen ist vielseitig. Außer Englisch und Schwedisch kann man Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Estnisch, Somali und Latein lernen.
Unsere Schule ist weitgehend vernetzt mit der umliegenden Gesellschaft. Die Zusammenarbeit zwischen unserer Schule und der Universitätswelt sowie dem Wissenschaftszentrum Heureka hat schon ziemlich lange Traditionen. Zu unseren Kooperationspartnern zählen auch viele Bühnenschaffende, die Kirchengemeinden von Vantaa, das Zentralamt für Unterrichtswesen in Finnland (www.oph.fi), der Verlag WSOY und zahlreiche andere Unternehmen (u.a. eine Fahrschule, ein Schokoladenhersteller und einige Sportbetriebe).